Umweltfreundliches Bauwesen: Wie weit sind wir gekommen?

Die Umwelt stellt das Leben des Menschen dar und seit der Industrialisierung ist diese zunehmend in Gefahr geraten. In den letzten Jahrzehnten ist das Thema Umweltfreundlichkeit glücklicherweise immer mehr in den Vordergrund geraten, sowohl in der Politik, Gesellschaft und bei wirtschaftlichen Größen.

Die heutige Gesellschaft legt einen enormen Wert auf Umweltschutz und so gilt das Thema auch auf der politischen Agenda als sehr wichtig. Man halte sich die jährlichen Konventionen und Gipfeltreffen vor Augen, die sich ausschließlich um das Thema Umwelt handeln und von allen großen Wirtschaftskräften weltweit besucht werden.

Auch in den Unternehmen wird unter dem Corporate-Responsibility-Konzept das Thema Umwelt tief gehend behandelt und in unterschiedlichen Maßnahmen, auch bei der Produktentwicklung, umgesetzt.

Wie wir heutzutage unsere Gebäude bauen, wird auch gemäß der Umwelts-Frage definiert. Das umweltfreundliche Bauwesen, auch ökologisches Bauwesen genannt, ist sozusagen die Art und Weise wie der Mensch und sein gebautes Umfeld miteinander agieren sowie die Frage, welche Kosten der heutige Status Quo auf die zukünftige Umweltsituation haben wird.

Dabei sollten man beim ökologischen Bauwesen auf diverse Faktoren beachtet werden:

  1. Eingliederung in den natürlichen Stoffkreislauf

Ein Gebäude sollte sich in den natürlichen Stoffkreislauf eingliedern können, und während des Betriebs so wenig natürliche Ressourcen wie möglich benötigen.

  1. Standortfindung

Der Standort eines Gebäude sollte nach umweltfreundlichen Faktoren ausgewählt werden. Zu diesen gehören unter anderem Landschaftsschutz, Infrastruktur und die Verkehrseinschließung.

  1. Vermeidung von schädlichen Stoffen

So weit gehend wie möglich sollte das Ziel beim Bau eines Gebäudes sein, toxische Stoffe zu vermeiden.

  1. Energieverbrauch

Beim umweltfreundlichen Bauwesen sollte das Prinzip nach dem geringsten Energieverbrauch angewandt werden und ein Schwerpunkt auf wiederverwendbare Quellen gesetzt werden.

  1. Natürliche Baustoffe

Des Weiteren sollten, wo möglich, natürlich Baustoffe bevorzugt werden. Diese gliedern sich in den ökologischen Kreislauf des Gebäudes ein und sind somit Teil der natürlichen Umgebung.

Bei der Frage, ob die Bauindustrie das Ziel des ökologischen Bauwesens erreicht, kann nach Überprüfung der aktuellen Sachlage die Antwort nur eine sein: nein. Zweifelsfrei wurde schon ein riesiger Schritt in diese Richtung unternommen, vor allem durch die internationalen gesetzlichen Vorschriften, denen Bauunternehmen erlegen sind. Hier wird immer mehr Wert auf den Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelegt.

Positiv ist anzumerken, dass ökologisches Bauen in den letzten Jahren eine Art Trend geworden ist. Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Gesellschaft von heute mit dem Thema Umweltschutz sehr fachkundig umgeht und beim Kauf eines Hauses Wert auf den ökologischen Aspekt legt.

Um Umweltschutz im Bauwesen vollständig umzusetzen, werden noch viele Maßnahmen vonnöten sein, jedoch lässt sich momentan anhand der Trends ableiten, dass die Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend auf dem richtigen Weg ist.